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Wusstet ihr schon?

 

Tauben essen Steine.  Viele Vögel haben einen Muskel- bzw. Kaumagen. Dieser zweite Magen dient als Ersatz für Zähne. Dafür ist er mit starken Muskeln versehen. Tiere, die einen solchen Magen haben, fressen daher öfter Steinchen, um die Muskeln zu trainieren. Eine Taube, die im Winter aber ständig Streu-Splitt frisst, hat mit Sicherheit furchtbaren Hunger.

 

Auch Vögel sonnen sich sehr gerne. Die Vögel spreizen die Flügel und die Schwanzfedern und legen sich ganz flach auf den Boden (meist auf staubigen Grund). Das  Sonnenbad ist recht kurz und meist wird danach ausführliche Gefiederpflege betrieben.

Manche Vögel, wie beispielsweise die Eichelhäher, legen sich zum Sonnenbad gerne auf Stellen mit vielen Ameisen. Die Ameisen stechen nicht, sondern verspritzen Ameisensäure, durch die Parasiten wie Federlinge getötet werden - das nennt man Emsen.

Alle baden gerne - niemand schwimmt gerne, außer natürlich Wasservögel. Manche Vogelarten bevorzugen auch Staubbäder oder suhlen sich auf Ameisen. Beides dient der  Beseitigung von Parasiten. Ameisensäure ist oft sogar  in Mitteln für verlauste Kinderköpfe.

Kleinen Vogelkindern müssen die Eltern das Baden erst schmackhaft machen. Es ist aber unbedingt notwenig für das Einfetten der Federn, das der kleine Vogel mit seinem Schnabel besorgt. Automatisch beginnt er nach jedem Bade sein zerzaustes Gefieder zu richten. Waren die Kleinen erst einmal im Wasser, können einige von ihnen nicht mehr genug davon bekommen. Andere dagegen müssen von ihren Eltern mehrmals dazu angehalten werden.

Kommt Euch das bekannt vor?.

 

Vögel in der Stadt stehen früher auf, als ihre Artgenossen auf dem Lande. Schuld daran ist der Großstadtlärm. Dieser Krach ist dermaßen laut, das sich die Vögel gegenseitig nicht mehr hören. Ihre Gesänge dienen ja der Reviersicherung und der Partnersuche. Ihre Rufe dienen der Verständigung und ebenso der Warnung vor Gefahr. Einige Vogelarten hauen wieder ab aus der Stadt, weil es ihnen zu laut ist. Andere passen sich an, stehen eher auf, zwitschern lauter als früher usw.

Viele Vögel haben sich sogar angewöhnt, Geräusche ihrer Umwelt in ihren Gesang einzubinden. Weckerklingeln, Handyklingeltöne, Pfiffe nach Hunden oder von Bauarbeitern.

 
Gezwitscher von anderen Vögeln wird auch gerne imitiert und somit der eigene Gesang interessanterer gestaltet. Das macht Eindruck bei den Damen und ebenso bei den Rivalen.

Habe ich im Radio gehört!

                    

 

 

Mich hat der auch. nachgeahmt.

Das ist aber mein Lied!!!

 

Was ganz furchtbar ist für jeden Vogel, sind unsere Sylvester-Böller
Die Vögel haben schreckliche Angst und stehen unter ernormen Stress. Der wiederum führt zu Energieverlust.

 

Meisen und Spatzen sind ziemlich fit beim Aufspüren von Futterplätzen im Winter, oft haben sie dann größere Vögel im Schlepptau. Da sie sehr forsch vorgehen bei der Suche nach Winterfutter, sind sie meist die Ersten an den Futterstellen. Profitieren tun auch Vögel, die nicht so gerne an Meisenknödeln  herumturnen, wie Amseln oder Finken (obwohl sie können, wenn sie müssen). Irgend etwas fällt schon ab von den hängenden Futterhäuschen, Knödeln und Co. Überhaupt schauen sich im Winter die Vogelarten untereinander die guten Techniken ab. Besser aber, man legt auch Bodenfutter aus.

Überhaupt, schauen sich die Vögel untereinander die besten Techniken ab. Auch da sind die Meisen wieder die Vorreiter.
Jedes kleine Meisenpersönchen hat da so seine eigene Technik entwickelt, Knödel, Netze, und Futterhäuschen anzufliegend.
So manch ein anderer Vogel schaut sich das Treiben an den Futterstellen genau an und amt dann nach.
Auch so manche Taube kann man beobachten, wie sie das Tun der Kleinen genau beobachtet, und dann mit vollem Risiko ihre Turnübungen macht.

Na ja, Baumläufer, Kleiber und Spechte möchten schon einen Stamm haben, den sie hochklettern können.

 

  

 

Manche kommen mit Federn zur Welt. Dazu gehören Wasservögel und einige Greifvogelarten.  

Man nennt sie Nestflüchter, weil sie schon nach ein/zwei Tagen in der Lage sind, das Nest zu verlassen. Natürlich unter Aufsicht der Eltern. Sie kehren auch nicht zurück zum Nest. Die zu dieser Gruppe gehörende Jungvögel sind beim Schlupf am gesamten Körper befiedert, ihre Augen und Ohren sind ebenfalls bereits voll entwickelt und geöffnet. Sie müssen nicht gefüttert werden, da sie sofort selbstständig Nahrung aufnehmen können. Das Wissen um geeignetes Futter ist ihnen größtenteils angeboren. Darüber hinaus können sie von Anfang an laufen beziehungsweise schwimmen und tauchen.
In der ersten Zeit werden sie von ihren Eltern aber noch gehudert, gewärmt durch das Gefieder und  Körperkontakt. 

 

Andere kommen nackt zur Welt. Dazu gehören alle unsere heimischen Singvögel.

Das sind die Nesthocker. Fast alle Jungvögel dieser Gruppe sind zum Zeitpunkt des Schlupfes nackt und blind, da ihre Augen noch geschlossen sind. Anfangs sind ihre Gehörgänge verschlossen und sie sind auf eine Wärmezufuhr von außen angewiesen, um überleben zu können. Sie werden von den Alttieren gefüttert. Aufgrund ihrer Hilflosigkeit sind sie an das Nest gebunden, welches sie erst unmittelbar vor dem Erreichen der vollständigen Flugfähigkeit verlassen.

Die Vögel, über die ihr auf den vorherigen Seiten gelesen habt, sind also alle Nesthocker.

 

Nestlinge nennt man die Küken im Nest, die noch hilflos auf ihre Eltern angewiesen sind. Sie können noch nicht fliegen und müssen gefüttert und ebenso gegen Witterungseinflüsse geschützt werden.

Ästlinge sind sie, wenn sie bereits fliegen können und das Nest verlassen haben. Die Vögelchen müssen aber immer noch gefüttert werden. Nach und nach lernen sie ihre neue Welt kennen. 
Nur bei Schwalben und Mauerseglern ist das anders. Die müssen sofort fit sein fürs Leben, wenn sie ausfliegen.

Sperren  nennt man das Betteln nach Futter.

 

Nicht alle, die gerade das Nest verlassen haben, können sofort fliegen.
Bei einigen Vogelarten sitzen, in der Übergangszeit, die jungen Vögel in Büschen oder Hecken und warten auf die Futter bringenden Eltern. Dabei rufen und betteln sie.
Sobald sie aber Gefahr wahrnehmen, werden sie ganz starr und still. Also nicht gleich aufnehmen das Tierchen. Es hat furchtbare Angst und erschrickt sich nur zu Tode.

 

Kleine Mauersegler allerdings können sofort fliegen. Ohne Abschied geht es ab nach Afrika - so was von selbstständig.

Als Nestlinge sind die kleinen Seglerchen aber sehr gefährdet. Im Nest wird es dann dermaßen eng, das es vorkommt, dass sie aus dem Nest purzeln, bevor sie flugfähig sind. Sie benötigen dann wirklich Hilfe. 

Wer Hilfe braucht für seinen Fundvogel wendet sich bitte an die Deutsche Gesellschaft für Mauersegler, Frankfurt,
Tel.: (069) 35 35 15 04 Mobil: 01 73 36 04 16 7   Dort nennt man euch eine Mauerseglerstation in der Nähe.

Und bitte niemals einen Mauersegler in die Luft werfen, egal wer dazu rät. Wenn ihr glaubt, dass der Segler flugfähig ist, setzt ihn auf ebenen weichen Boden mit freiem Abflug. Das reicht einem gesunden erwachsenen Vogel zum Start.

Tagebuch eines kleinen Mauerseglers
Mauerseglerhilfe

Mauersegler "srii,srii,srii Geheimcode"
Wenn auch der Kontakt der kleinen Mauersegler zu den Eltern sofort nach dem Ausfliegen abreißt, so verteidigen die Altvögel das Nest so vehement, das selbst der Ehepartner nur kommen darf, wenn er sein ganz persönliches "Srii " laut tut. Meist hat er Kropf und Schnabel übervoll mit Futterinsekten.
Na, dann sprich mal mit vollem Mund.

 

Es scheint eine Regel zu sein,
dass Männchen die bunter sind als ihre Weibchen, also je mehr sie sich im Gefieder von ihnen unterscheiden, sich um so weniger am Brutgeschäft beteiligen.

Wo beide Geschlechter gleich aussehen, teilen sie sich auch das Brutgeschäft.

 

Diebische Elster?
"Neugierige Elster" würde besser passen.
Bislang hat noch niemand Piratenschätze in den Nestern dieser intelligenten Vögel gefunden.
Elstern sind aber sehr neugierig. Wenn sie etwas Interessantes finden, wollen sie es untersuchen. Dafür bringen sie dann die Dinge an einen anderen Platz, um das dort später in Ruhe zu tun. Außerdem muss das gefundene Stück versteckt werden, z. B. vor anderen Rabenvögeln. Aus diesem Grund verstecken Elstern auch Nahrungsstücke immer wieder neu.

Alle Rabenvögel legen Nahrungsdepots an, die nach geraumer Zeit wieder geräumt werden. Untereinander plündern sie natürlich gerne die Verstecke. Auch andere Tiere, wie z. B. Eichhörnchen, mischen dabei gerne mit.

Schön zu beobachten, wenn eine Elster nur so tut, als ob sie etwas versteckt. Meist kann man dann einen anderen Rabenvogel sehen, der ganz interessiert zuschaut. Der soll nämlich auf das Theater reinfallen.

 

Nach und nach wird diese Seite ergänzt.
 

 

 

 

 

 

 

                           

 

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